Bauwesenversicherung – So können sich Bauherren absichern ✓

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Bauwesenversicherung

Eine Bauwesenversicherung, im allgemeinen Sprachgebrauch auch als „Bauleistungsversicherung“, oder auch „Bauversicherung“ genannt, ist für viele Baustellen-Verantwortlichen wie z.B. dem Bauherren essentiell, wenn dieser sich gegen mögliche Schäden während des Bauvorgangs absichern möchte. Der besondere Vorteil dieser Versicherung besteht darin, dass sie den Bauherren bzw. Versicherungsnehmer bei Schäden absichert, die sich seinem Einfluss entziehen, wie beispielsweise Wetter, oder auch Diebstahl. Es gibt einige Risiken auf dem Bau, die vielen Bauherren meist gar nicht bewusst sind, daher kann sich der Abschluss einer Bauwesenversicherung häufig auszahlen, vor allem da diese meist mit geringen Kosten verbunden ist, jedoch vor sehr hohen Kosten schützen kann, die in Einzelfällen sogar existenzbedrohlich sein können.

Eine Bauwesenversicherung ist immer dann sinnvoll, wenn Ereignisse dafür sorgen können, dass die Fertigstellung der Bauarbeiten verzögert wird, oder weitere Ressourcen wie Material, oder Geld benötigt werden. Außerplanmäßige Ereignisse, die Schäden am Rohbau oder auch Neubau verursachen, oder sich negativ auf den Fortschritt bzw. der Fertigstellung des Baus auswirken, können zum Teil hohe Kosten nach sich ziehen. Eine Bauleistungsversicherung ist genau auf diese Schadensfälle spezialisiert.

Für wen ist eine Bauwesenversicherung sinnvoll?

Diese Versicherung ist für alle verantwortungstragenden Parteien relevant, die sich gegen menschliches- und technisches Versagen während der Bauzeit absichern möchten.

Auch wenn es sich bei dieser Versicherung um keine gesetzliche Pflichtversicherung handelt, so sollten Bauverantwortliche vor Baubeginn genauestens überlegen, ob sie in der Lage sind eventuelle Schäden und Risiken abzuschätzen. Dadurch, dass der Einfluss des Bauherren auf dem Bau bzw. im Bereich Schäden und Risiken begrenzt ist (z.B. Erdbeben, Vandalismus, oder Diebstahl von Baumaschinen wie Bagger, oder Betonmischer), kann in den meisten Fällen ein derartiges Ereignis nicht verhindert werden. Die dadurch entstehenden Kosten können bei größeren Bauprojekten schnell in den sechsstelligen Bereich gehen (Arbeitslöhne, Material, oder auch eine Bauunterbrechung), daher sollten Bauherren sich vor diesen Risiken bestmöglich absichern.

Welche Schäden sichert eine Bauwesenversicherung ab?

Bevor der Bauherr eine Bauwesenversicherung abschließt, sollte er darauf achten, dass diese auch genau die möglichen Risiken und eventuellen Schäden versichert, die während der Bauphasen auftreten können. Die meisten Versicherungen für Bauherren schließen folgende Leistungen ein:

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  • Elementarschäden (Sturm, Regen, Hagel, Gewitter)
  • Außergewöhnliche Wetterverhältnisse
  • Vandalismus
  • Diebstahl

Höhere Gewalt wie z.B. ein Unwetter können ganze Baustellen so schwer beschädigen, dass z.B. vor der endgültigen Fertigstellung des Neubaus der Dachstuhl vollständig erneuert werden muss, was nicht nur dafür sorgt, dass mehr Zeit bis zur eigentlichen Fertigstellung benötigt wird, sondern auch mehr Arbeitszeit (Personen / Gehälter) und auch mehr Material (neue Balken, Nägel etc.). Dieses außerplanmäßige Ereignis gefährdet nicht nur die Fertigstellung des Baus, sondern kann dazu führen, dass die daraus entstehenden Kosten das Gesamtbudget übersteigt. Das gilt natürlich auch für Elementarschäden wie Hochwasser, oder ein Erdbeben, die erhebliche Schäden auf der Baustelle verursachen können.
Auch Vandalismus und Diebstahl gehören zu den häufigen Risiken auf einer Baustelle, da diese meist nur unzureichend abgesichert ist. Wenn teure Baumaschinen entwendet werden, dann führt dieser Verlust nicht nur zu einer Verzögerung der Fertigstellung, sondern es wird auch ein Ersatz benötigt. Auch hier handelt es sich um die Faktoren: Zeit, Material und Geld. Ebenso gehört Vandalismus zu den Risiken, vor denen sich der Bauherr mit einer Bauwesenversicherung absichern sollte, da auch dieser Kosten verursachen kann.

Einige Bereiche können meist noch zusätzlich versichert werden (wie z.B. häufig: Schaden durch Feuer), oder auch die Ausfallzeit an sich, daher sollte vor dem Abschluss auch genauestens geprüft werden, welche Schäden zusätzlich abgesichert werden müssen. Vor allem der Bereich „Bauunterbrechung“ kann in einigen Fällen besonders relevant sein, wenn der Fall eintritt, dass ein wirtschaftlicher Schaden entsteht, wenn der Bau nicht zum vereinbarten Zeitpunkt fertiggestellt werden kann. Z.B. können nicht fertiggestellte Immobilien, die zukünftig vermietet werden sollen, keine Mieteinnahmen generieren, sodass ein wirtschaftlicher Schaden für den zukünftigen Vermieter entsteht.

Bauherren sollten daher vor dem Abschluss einer Bauwesenversicherung nicht nur überlegen, welche Schäden während der Bauzeit entstehen können, sondern auch welche Folgeschäden durch z.B. eine Bauunterbrechung entstehen können.

Welche Schäden werden nicht von einer Bauwesenversicherung übernommen?

Wie auch bei anderen Versicherungen gibt es einige Schäden, die nicht von der Versicherung übernommen werden. Auch hier sollten sich Bauherren genauestens vorab informieren, wann genau die Bauwesenversicherung schützt und welche Schäden nicht übernommen werden. Zu den häufigsten Gründen, weshalb der Versicherungsschutz entfällt, gehören Fahrlässigkeit und mangelnde Schutzmaßnahmen, mit denen Schäden auf der Baustelle bzw. am Bau verhindert werden können. Dazu gehören mangelhafte Materiallagerung, Verstöße gegen Bauvorschriften, oder auch der nicht ordnungsgemäße Umgang mit Material und technischen Maschinen.

Was kostet eine Bauwesenversicherung?

Die Kosten für eine Bauwesenversicherung wird meist aus den Leistungsumfang (zzgl. der extra Extraleistungen) und der Deckungssumme errechnet. Einige Versicherungsanbieter gewähren spezielle Rabatte, sollte die Laufzeit bis zur Fertigstellung des Bauobjekts sehr gering ausfallen. Bei der zu zahlenden Versicherungsprämie handelt es sich um eine Einmalzahlung, die einen Versicherungsschutz bis zur Fertigstellung und zur endgültigen Abnahme des Bauobjekts gewährleistet. In einigen Fällen kann der Versicherungsschutz auch noch verlängert werden. Diese zusätzliche Leistungen (Verlängerung des Versicherungsschutzes) wird entsprechend abgerechnet werden.

Sollte eine Bauwesenversicherung abgeschlossen werden?

Kaum ein Bauherr ist in der Lage alle eventuellen Schäden und Risiken realistisch einzuschätzen, da sein Einfluss in zuvielen Bereichen nur begrenzt ist. Selbst wenn viele Risiken so gering wie möglich gehalten werden, gibt es auf der Baustelle bzw. während der Bauphase viele Faktoren, die er nur begrenzt beeinflussen kann. Diese Faktoren (wie Natureinflüsse z.B. Sturm/Erdbeben/Hochwasser) können nicht geplant, oder vermieden werden, verursachen aber in vielen Fällen hohe Kosten, da Material, Zeit, oder auch Geld benötigt wird. In vielen Fällen führen Bauunterbrechungen zu wirtschaftlichen Folgeschäden, sodass der Abschluss einer Bauwesenversicherung vor eventuellen Kosten schützen kann.

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