Schulden abbauen – Endlich schuldenfrei werden ✓

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Schulden können einem den Schlaf rauben, vor allem wenn man nicht genau weiß, wie man diese zukünftig am besten abbauen soll. Es gibt viele Gründe und Möglichkeiten, weshalb im Laufe des Lebens Schulden aufgebaut werden. Vielen Schuldnern fehlt häufig ein Ansatz, wie sie ihre Schulden am besten abbauen können und wie sie mit dieser finanziellen Herausforderung am besten umgehen sollen. In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, wie Schulden entstehen und sie Sie sich bei finanziellen Engpässen am Besten verhalten sollten.

Was sind Schulden

Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man von „Schulden„, wenn man den finanziellen Forderungen Dritter nicht mehr nachkommen kann. Reichen die eigenen finanziellen Mittel nicht mehr aus um vorhandene Rechnungen zu zahlen, dann bleiben diese Forderungen bestehen, nur dass Schuldner diesen nicht mehr nachkommen können. Diese finanziellen Engpässe haben meist zur Folge, dass weitere Schulden aufgebaut werden, da das vorhandene Geld zwar genutzt wird um alte Schulden zu begleichen, dennoch fehlt das Geld dann an anderer Stelle, sodass ein Kreislauf entsteht.

So entstehen Schulden

Die wenigsten Menschen neigen dazu dauerhaft über ihren Verhältnissen zu leben, sodass eine Verschuldung meist an anderer Stelle entsteht. Die Gründe dazu können sehr vielfältig sein: Selbstständige können dazu neigen Investitionen zu tätigen (siehe: Kredite für Selbstständige), die sich später als weniger erfolgreich herausstellen als erhofft, besonders risikofreudige Menschen können ihre Ersparnisse falsch anlegen (Risikogeldanlage), oder unvorhergesehene Ereignisse, auf die man keinen Einfluss hat, sorgen dafür, dass sehr kurzfristig viel Geld benötigt wird, welches eigentlich an anderer Stelle benötigt wird. So kann es z.B. sein, dass Schäden nicht von Versicherungen getragen werden, weil sich der Schuldner nicht ausführlich mit den Konditionen und vor allem auch mit den Versicherungsumfang beschäftigt hat. Schulden entstehen leichter als viele Menschen glauben, sodass es immer sinnvoll ist sich möglichst finanziell ausreichend abzusichern.

Schulden entstehen häufig durch:

  • Nutzung von Kreditkarten
  • Hypotheken
  • Kredit / Darlehen
  • Nutzung von teuren Dispokrediten (Girokonto)
  • Unvorhersehbaren Ereignissen (Schäden)
  • Schulden führen zur weiteren Verschuldung

Eines der größten Probleme bei einer (kurzfristigen) Verschuldung ist meist nicht der temporäre finanzielle Engpass, sondern die Folgen, die dieser nach sich zieht. Wenn kurzfristig Geld benötigt wird, dann wird entweder auf vorhandenes Eigenkapital zurückgegriffen, welches eigentlich für einen anderen Zweck (z.B. Hausbau) bestimmt war, oder es wird externes Fremdkapital genutzt. In beiden Fällen wird also Geld genutzt, welches an anderer Stelle fehlen wird. Handelt es sich um Eigenkapital, welches genutzt wird um vorhandene Schulden abzubauen, dann kann dieser finanzielle Verlust häufig noch durch zukünftige Sparsamkeit und Verzicht ausgeglichen werden. In den meisten Fällen wird jedoch Fremdkapital genutzt um bereits vorhandene Schulden zu tilgen, was dazu führt, dass weitere Schulden aufgebaut werden. Sehr häufig fallen in einem sehr kurzen Zeitraum höhere Summen an (häufig bei Selbständigen / Unternehmern), sodass aus Sicht des Schuldners zu wenig Zeit bleibt einen Finanzplan aufzustellen, mit dem die Schulden getilgt werden können. Aus diesem Grund wird daher Fremdkapital genutzt (z.B. der Dispokredit), bei dem sehr hohe Zinsen anfallen. Auch wenn auf den ersten Blick durch die Nutzung dieses Kredits das Problem kurzfristig gelöst sein mag, beginnt hier die Schuldenspirale. Die Zinsen auf das Fremdkapital sind häufig so hoch, sodass dieses nicht schnell zurückgezahlt werden kann. Je länger diese Rückzahlung beansprucht umso mehr Geld muss der Schuldner aufbringen. Der nächste Schritt aus Sicht des Schuldners sieht dann häufig so aus, dass er einen weiteren Kredit aufnimmt um den bereits vorhandenen abzubezahlen. Das stellt selbstverständlich keine Lösung dar, führt jedoch häufig auf den ersten Blick zu einer Erleichterung, da die alten Schulden vorerst getilgt werden können. Diese Neuverschuldung für bereits vorhandene Schulden ist häufig ausschlaggebend für eine Insolvenz.

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Schulden abbauen

Schulden, die nicht abgebaut werden, führen sehr schnell zu weiteren finanziellen Engpässen. Aus diesem Grund sollten Schuldner keine Zeit verstreichen lassen und so früh wie möglich anfangen einen Plan zu erstellen, wie sie zukünftig schuldenfrei werden können. Da es vielen verschuldeten Menschen häufig schwer fällt einen Anfang zu finden, kann der Weg aus den Schulden häufig in mehrere Bereiche eingeteilt werden.

Schritt 1: Der Überblick
Viele Schuldner wissen überhaupt nicht, wie hoch sie überhaupt verschuldet sind und welchen Gläubigern sie überhaupt noch Geld zurückzahlen müssen. Vor allem wenn die Schuldenspirale schon sehr weit fortgeschritten ist, verlieren viele häufig den Überblick. Bevor überhaupt ein Finanzplan erstellt werden kann, müssen alle Forderungen und Verbindlichkeiten zusammengetragen werden. Besonders sinnvoll ist es sich neben einer großen Liste (auf der alle Schulden zusammengetragen werden), einzelne Ordner für die jeweiligen Gläubiger zu erstellen, in denen z.B. die Rechnungen eingeordnet werden. Die erste Seite des jeweiligen Ordners sollte eine Zusammenfassung und die Gesamtsumme beinhalten, die noch zurückgezahlt werden muss.

Welche Gläubiger gibt es?
Wie hoch sind die jeweiligen Schulden bei diesen?
Diese Ordnung hilft nicht nur dabei festzustellen, welche Gläubiger es überhaupt gibt und welche Summen noch zurückgezahlt werden müssen, sondern sie hilft später auch dabei leichter mit den jeweiligen Gläubigern in Kontakt zu treten, schließlich ist es wichtig, dass man den Gläubigern zeigt, dass man genau weiß um welche Summen es sich handelt und dass man ihnen beweist, dass man diese auch zurückzahlen möchte. Diesen Eindruck gilt es sich selbst und den Gläubigern glaubhaft zu vermitteln, daher sind Ordnung und Überblick die Basis für ein zukünftiges schuldenfreies Leben.

Schritt 2: Allgemeiner finanzieller Überblick
Wer seine Schulden abbauen möchte, der benötigt nicht nur einen Überblick über diese, sondern muss sich auch einen allgemeinen finanziellen Überblick verschaffen. Hierbei ist es vor allem wichtig, dass zukünftig die Kosten reduziert werden, was bedeutet, dass gespart werden muss. Kontoauszüge können dabei helfen zukünftige Kosten zu reduzieren, schließlich gibt es vielleicht Einsparmöglichkeiten, die bisher noch nicht wahrgenommen wurden. Nicht jedes Abonnement, welches in der Vergangenheit abgeschlossen wurde, ist auch heute noch sinnvoll, daher können Kündigungen dieser dazu führen, dass die zukünftigen Ausgaben reduziert werden.

  • Wie viel Eigenkapital ist vorhanden?
  • Welche Kosten fallen monatlich / jährlich an?
  • Welche Einsparmöglichkeiten gibt es?

Hierbei ist vor allem wichtig zu verstehen, dass selbst kleinere Posten dauerhaft Kosten verursachen können. Dieses Geld wird zukünftig an anderer Stelle benötigt werden, daher sollte vorerst auf alles verzichtet werden, was nicht wirklich benötigt wird. Wer seine Schulden wirklich loswerden möchte, der muss vor allem anfangen zu sparen und dafür sorgen, dass er möglichst wenig Kosten in anderen Bereichen des Lebens verursacht.

Aus diesem Grund sollte auch hier eine sehr ausführliche Liste erstellt werden, in der das vorhandene Privatkapital notiert wird (Geldanlagen, Gespartes..) und in der auch alle regelmäßigen Kosten notiert werden. So lässt sich leichter ein Überblick schaffen und eventuelle Einsparmöglichkeiten identifizieren.

Schritt 3: Die Schuldenberatung
Jeder muss für sich selber entscheiden, ob er in der Lage ist die vorhandenen Schulden zu bezahlen und so zukünftig endlich schuldenfrei zu werden. Eine Schuldnerberatung kann allerdings diesen Weg erheblich erleichtern. Vor allem Personen, die mit der aktuellen finanziellen Situation überfordert sind, können von einer Schuldenberatung profitieren. Aus diesem Grund wird auch diese hier aufgeführt.

Schritt 4: Mehr Einnahmen
Schulden bedeuten, dass mehr Ausgaben als Einnahmen vorhanden ist. Aus diesem Grund müssen die vorhandenen Kosten erheblich gesenkt werden und die Einnahmen erhöht werden. Eine Möglichkeit besteht dabei in einem Zweitjob. Durch weitere Einnahmen fällt es Schuldnern leichter bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Zudem können so bereits vorhandene Kredite schneller zurückgezahlt werden, sodass so mehr Geld gespart werden kann für andere Gläubiger.

Schritt 5: Kontakt zu den Gläubigern
Der Kontakt zu den Gläubigern gehört mit zu den wichtigsten Schritten für ein schuldenfreies Leben. Schuldner sollten den direkten Kontakt zu ihren Gläubigern suchen und gemeinsam mit denen eine Lösung ausarbeiten, wie beide Seiten trotz der finanziellen Engpässe zufrieden gestellt werden könnten. Hierbei spielt vor allem Transparenz und Kommunikation eine wichtige Rolle. Schuldner sollten aktiv auf ihre Gläubiger zugehen und das Gespräch suchen. So können möglicherweise Ratenzahlungen vereinbart werden, die den finanziellen Druck seitens des Schuldners verringern. Es sollte keinesfalls versucht werden Schulden auszusitzen, oder zu ignorieren. Eine offene Kommunikation gehört mit zu dem Fundament des Schuldenabbaus.

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