Fernbeziehung – So meistert ihr sie

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Fernbeziehungen stellt die Liebe zweier Menschen auf eine erhebliche Probe, dennoch bedeutet eine Fernbeziehung nicht, dass es letztendlich doch mit der großen Liebe klappen kann! Auch wenn Freunde und Bekannte diesen Beziehungen häufig eher skeptisch gegenüberstehen, solltest du dich davon nicht beirren lassen! Es ist allerdings auch wichtig, dass du bzw. dein Partner/in sich darüber im Klaren ist, dass es nicht ganz einfach werden kann und dass es besonders wichtig ist, dass beide gleich viel Energie in diese Beziehung stecken. Damit eure Fernbeziehung zukünftig klappt, findest du hier einen ausführlichen Artikel.

Was ist überhaupt eine Fernbeziehung

Als Fernbeziehung wird häufig eine Beziehung zwischen zwei Menschen genannt, die durch eine größere Entfernung voneinander getrennt werden, ihre Beziehung aber bewusst aufrechterhalten wollen. Fernbeziehungen unterscheiden sich von den durchschnittlichen Beziehung durch die besondere Herausforderung beide Leben an die Distanz anzupassen, sodass der eigenen persönlichen Entwicklung nichts im Weg steht, allerdings auch genügend Zeit und Energie dem Partner eingeräumt wird.

Wie entstehen Fernbeziehungen?

Die meisten Beziehungen entstehen eher durch ein persönliches ortsgebundenes Kennenlernen, was bedeutet, dass beide Partner zwar durch einige Kilometer getrennt werden können, diese Distanz aber meist mit dem Auto, der Straßenbahn bzw. der U-Bahn in wenigen Minuten überwunden werden kann. Fernbeziehung entstehen meist situationsbedingt. Hier ein paar Beispiele:

    • Man lernt den Traumpartner/in im (Single)-Urlaub kennen
    • Ein Jobwechsel hat einen Umzug in eine andere Statt zur Folge
    • Das Traumstudium wird nur in einer anderen Stadt angeboten
    • Man lernt den Partner über ein Austauschprogramm kennen
    • Der Partner/in ist durch Zufall gerade in der eigenen Stadt
    • Man lernt den Partner im Internet über das Online Dating in einer Singlebörse kennen

Sehr häufig liegen die Ursachen für eine Fernbeziehung in einer gravierenden Veränderung im eigenen Leben, oder in dem des Partner/in. Während ein Partner meist in der ehemaligen Stadt bleibt, muss der andere Partner in eine andere Stadt, oder zukünftig gar in einem anderen Land leben. Diese Veränderung bereitet vielen Paaren Sorgen, auch wenn diese meist unbegründet sind.

Die Vorteile und Nachteile eine Fernbeziehung

Zugegeben, vielen Menschen gefällt es wesentlich besser, wenn der eigene Partner/in nur wenige Kilometer entfernt wohnt, sodass man spontan Zeit miteinander verbringen kann. Auch kann man so wesentlich mehr Zeit miteinander verbringen, ohne dass einer von beiden mit Einschränkungen leben muss. Doch eine Fernbeziehung hat auch Vorteile. Ein Vorteil besteht darin, dass man die Beziehung mehr zu schätzen weiß. Paare, die sehr viel Zeit miteinander verbringen, lernen sich sehr schnell kennen, was dazu führen kann, dass die Leidenschaft schneller abebbt. Der Nervenkitzel den anderen langsam kennenzulernen verfliegt und es kehrt sehr schnell Routine ein. Wenn man sich allerdings nicht so häufig sehen kann, dann nimmt man die gemeinsame Zeit viel bewusster wahr und kann diese so mehr genießen. Ein weiterer wichtiger Punkt lautet: Vorfreude! Es ist wichtig, dass man immer etwas hat worauf man sich freuen kann. Wenn man weiß, dass man den / die Partner/in am kommenden Wochenende wiedersehen kann, dann verfliegt die Zeit bis zum Wochenende und Stress und andere unangenehme Situationen verlieren so schneller an Bedeutung.

Doch eine Fernbeziehung hat natürlich nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile.
Besonders Paaren, die erst seit kurzer Zeit zusammen sind, fällt eine Fernbeziehung oft schwer, da sie sich noch zu wenig kennen und auf zu wenig zurückblicken können. Das hat zur Folge, dass sich das Kennenlernen auf die wenige Tage verteilt, die man sich während der Fernbeziehung sehen kann. So dauert es wesentlich länger herauszufinden, ob es sich bei dem Partner wirklich um den Traumpartner/in handelt und ob die Beziehung auch wirklich eine Zukunft hat. Zweifel und mangelndes Vertrauen (welches auch bisher noch nicht richtig aufgebaut werden konnte) sind häufig Gründe, weshalb die Beziehung am Ende scheitert. Ein weiterer Nachteil einer Fernbeziehung lautet: VeränderungDadurch, dass jeder Beziehungspartner einen eigenen Freundeskreis und ein eigenes Leben ohne den Partner besitzt, kann es dazu kommen, dass man sich auseinander lebt. Je weniger Gemeinsamkeiten man besitzt und je weniger zukünftige Ziele, desto eher kann es sein, dass die Fernbeziehung keine Zukunft haben wird.

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Damit es mit eurer Fernbeziehung klappt, hier ein paar wichtige Tipps, die ihr beherzigen solltet:

Das Ende der Fernbeziehung
Ja, du liest richtig! Der wichtigste Tipp für eine Fernbeziehung lautet: Legt fest, wann diese enden wird! Hierbei ist keineswegs gemeint, dass die Beziehung enden soll, hiermit ist gemeint, dass die Fernbeziehung enden soll. Es ist wichtig, dass ihr von Anfang an für euch einen Zeitpunkt definiert, an dem ihr wieder zusammen leben könnt. Ihr solltet die Fernbeziehung als „notwendiges Übel“ sehen, welches ihr auf euch nehmt, weil ihr euch liebt und weil ihr daran glaubt, dass diese Beziehung eine Zukunft haben wird. Damit das allerdings klappen kann, solltet ihr unbedingt einen Termin konkretisieren, wann die Fernbeziehung ein Ende hat. So kann es beispielsweise sein, dass das Studium in 3 Jahren vorbei ist und danach die Stadt gewechselt werden kann. Auch kann es sein, dass du dich selbstständig machen möchtest und daher ortsunabhängig arbeiten kannst. Arbeitet gemeinsam auf ein festes Ziel hin und das Ziel sollte lauten: Gemeinsam leben!

Akzeptanz der Fernbeziehung
Fernbeziehungen können sehr energiefressend sein, da man mit der neuen Situation schlecht umgehen kann und unsicher ist, ob man beispielsweise einen Fehler macht. Auf der einen Seite möchte man den Partner/in nicht nerven, auf der anderen Seite möchte man mit dem Partner/in reden, telefonieren, chatten, mit ihm / ihr Kontakt haben. Es ist wichtig, dass ihr euch beide Zeit gebt mit der neuen Situation klar zu kommen. Ihr könnt die Umstände nicht ändern und leider könnt ihr auch nichts gegen die Fernbeziehung unternehmen. Auch wenn im oberen Bereich geschrieben wurde: „Legt fest, wann diese enden wird“, solltet ihr die Zeit während der Fernbeziehung genau so wahrnehmen wie vorher auch. Lasst die Leine lockerer, unternehmt etwas mit Freunden und Freundinnen. Vergesst nicht, dass ihr beide lebt und dass ihr aufgrund der Fernbeziehung jetzt die Jahre bis zum Ende der Beziehung nicht stillstehen solltet.

Reden baut Druck ab
Je mehr ihr über Sorgen, Probleme und Ängste redet umso besser. Natürlich sollte das nicht das Thema Nummer 1 sein, dennoch ist es wichtig, dass ihr auch die unangenehmen Themen gemeinsam angeht. Momentan ist es vielleicht so, dass ihr durch eine Distanz voneinander getrennt werdet, das bedeutet aber nicht, dass ihr nicht genau wie vorher über die Themen sprecht, die euch beschäftigen. Daran hat sich nichts geändert! Es ist nach wie vor wichtig, dass ihr viel miteinander redet und den Partner an eurem Leben teilhaben lässt.

Hol den Partner/in in das neue Leben
Du bist in eine andere Stadt gezogen, während der Partner/in zu Hause bleiben muss? Das bedeutet für dich: Neue Herausforderungen, neue Erlebnisse, neue Menschen, neue Erfahrungen. Behalte diese aber nicht für dich! Lasse deinen Partner/in an diesen teilhaben und berichte davon. So bleibt ihr nur räumlich voneinander getrennt, verringert aber die emotionale Distanz, indem ihr euch ein neues Leben aufbaut und das „alte“ langsam in Vergessenheit gerät. Je mehr ihr euch von euren Erlebnissen erzählt umso mehr verbindet euch dauerhaft und genau darum geht es: Verbunden bleiben, trotz Distanz.

Feste Termine
Damit eine Fernbeziehung dauerhaft funktionieren kann ist es wichtig, dass trotz der Distanz eine gewisse Regelmäßigkeit aufgebaut wird. Auch wenn Routinen auf Dauer nicht positiv sind, weil diese Spannungen und das „Kribbeln“ abbauen, solltet ihr feste Uhrzeiten haben, an denen ihr miteinander sprecht bzw. Kontakt habt. Damit sind keine kurzen Nachrichten, oder ein kurzes Telefonat gemeint, sondern lange Gespräche wie ihr sie früher auf dem Sofa, oder im Bett geführt habt. Natürlich kann man das eigene Leben schlecht auf Telefonate planen, daher solltet ihr eher Anzahl festlegen. Zum Beispiel: Jede Woche haben wir mindestens 2 Abende für uns. So seid ihr flexibler, habt aber trotzdem genug Zeit für euch. Achtet darauf, dass ihr euch wirklich beide die Zeit nehmt und stets diese zwei Termine einhaltet. Das ist sehr wichtig!

Streiten und Versöhnen
Jedes Paar streitet und jede Beziehung wird einmal auf die Probe gestellt, doch Fernbeziehungen sollten in dem Bereich anders behandelt werden. Beziehungen, die keine größere Distanz als Hürde haben, sind flexibler, was Streit anbelangt. So kann der Partner bei einem Streit leichter die Wohnung des anderen verlassen und zu sich fahren bzw. zu einem Freund/in. Allerdings kann die größere Aussprache bereits am Folgetag stattfinden, sodass sich leichter wieder versöhnt werden kann. Diesen Vorteil besitzt man bei einer Fernbeziehung nicht. Hier kannst du nicht mal eben die Wohnung verlassen und nächsten Tag spontan vorbeifahren um dich mit dem Partner/in auszusprechen. Hier bist du darauf angewiesen, dass ihr euch nach einem Streit gleich versöhnt. Paare, die sich in einer Fernbeziehung befinden und sich streiten ohne sich gleich wieder zu vertragen, laufen eher Gefahr, dass die Beziehung leichter zerbricht. Wenn es also zu einem Streit kommen sollte (was absolut natürlich ist und nicht ausbleibt), dann achtet beide darauf, dass ihr euch wieder vertragt! Legt nicht einfach am Telefon auf und lasst den Partner/in im Ungewissen. Fahrt nicht wieder nach Hause, ohne euch zu vertragen! Damit die Fernbeziehung hält, geht diesen Gesprächen und dem Streit nicht aus dem Weg, einigt euch aber dahingehend, dass ihr jeden Streit stets mit einer Lösung beendet. Wenn das Telefonat dann auch mal bis 04:00 Uhr nachts dauert, dann ist das so! Das sollte euch die Beziehung wert sein!

Wiedersehen
Noch bevor du mit deinem Koffer am Bahnhof oder Flughafen stehst, sollte bereits geklärt sein, wann ihr euch wiedersehen werdet. Versucht beide noch während ihr zusammen seid und ihr euch seht einen gemeinsamen neuen Termin zu finden auf den ihr euch beide freuen könnt! Genießt das Planen und zeigt so eurem Partner/in, dass ihr großen Wert darauf legt ihn/sie schnell wiederzusehen. So arbeitet ihr gemeinsam an der Beziehung und sorgt dafür, dass sie sich festigt.

Umgang mit Enttäuschungen
Der Partner/in meldet sich unregelmäßiger, oder hat die letzten Termine versäumt? Du hast dich auf ein Wiedersehen gefreut und nun klappt der geplante Termin doch nicht? Jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. Natürlich bist du enttäuscht und fängst an Fragen zu stellen. Natürlich kommen jetzt Zweifel, ob die Beziehung wirklich halten wird, oder sie ein Fehler ist. Doch bevor du dich jetzt auf diese negativen Gefühle einlässt, solltest du erst einmal tief durchatmen und dir darüber im Klaren werden, dass alles in Ordnung sein kann und nur deine falschen Interpretationen dafür sorgen können, dass die Beziehung scheitert. Es liegt an euch beiden, ob die Beziehung hält, oder nicht und dass es nicht einfach werden würde, war euch beiden von Anfang an klar. Viele Partner neigen dazu sich zu sehr in bestimmte Situationen hineinzusteigern und fangen an zu interpretieren:

    • Warum meldet sich der Partner nicht?
    • Warum hat er / sie abgesagt?
    • Ist das auch der wirkliche Grund?
    • Möchte er / sie mich nicht mehr sehen?
    • Habe ich etwas falsch gemacht?

Die Liste an möglichen negativen Interpretationen ist unendlich lang und alle können falsch sein. Bevor du so mit einer Enttäuschung umgehst versuche ein bisschen Distanz von diesen negativen Gefühlen zu gewinnen. Lenk dich ab, lass ein bisschen Zeit verstreichen und geh so neutral wie möglich an die Enttäuschung heran. Vor allem: Bezieh deinen Partner/in mit ein! Sprich über deine Gefühle und lass den Partner/in daran teilhaben, sodass er / sie weiß, was das Problem ist und was er / sie vielleicht falsch gemacht hat. In einer Fernbeziehung müssen beide Partner lernen mit Problemen und Hürden lockerer umzugehen und diese gemeinsam zu bewältigen.

Vertrauen und Unsicherheiten
Als Beispiel: Wenn die Partnerin erzählt, dass sie abends mit neuen Freunden auf eine große Party geht und sie sich gerade „schminkt“, dann kann das bei dem Partner verschiedene Gefühle erzeugen. Die negativen lauten:

    • Verlustangst
    • Eifersucht
    • Ungewissheit
    • Zweifel

Es tauchen automatisch Fragen auf:

    • „Sind da auch Männer mit dabei?“
    • „Wird sie viel trinken?“
    • „Findet sie möglicherweise einen neuen Freund attraktiv?“

Natürlich tauchen diese Fragen genau so auf, wenn der männliche Partner am Telefon erzählt, dass er „heute Abend mit ein paar neuen Leuten auf eine Studentenparty geht“. Diese Fragen und Gefühle sind völlig natürlich, jedoch sollten diese nicht die Überhand gewinnen! In erster Linie zeigen sie, dass einem sehr viel an dem Partner/in liegt, allerdings sollte hier das Vertrauen ins Spiel kommen. Eine Beziehung basiert auf Vertrauen und dieses Vertrauen sollte nicht in Frage gestellt werden, nur weil der Partner abends eine Party besuchen wird.

Es ist wichtig zu verstehen, dass das Problem nicht „in der Party“ besteht, sondern darin, dass man sich als Partner unbegründete Sorgen macht. Auch hier ist das Interpretieren das große Problem. Wenn man als Partner/in genügend Selbstbewusstsein besitzt und dem Partner genügend Vertrauen entgegen bringt, dann lautet die einzige Reaktion, dass man diesem „Viel Spaß“ wünscht und sich selber fertig macht, da man sich auf mit Freunden/innen trifft. Du kannst nicht verhindern, dass dich dein Partner/in betrügt, weder durch negative Gedanken, noch durch „in das Gewissen reden“, „Kontroll-Nachrichten“ oder gar „schlechtes Gewissen machen“, weil der Partner/in feiern geht.

Zeige dem Partner/in, dass er / sie dir wichtig ist und bitte diese eure Beziehung zu würdigen bzw. vielleicht auf einige Dinge dir zuliebe zu verzichten. Auch eine Bitte wie „Schick mir doch bitte noch mal eine kurze Nachricht, ob du gut nach Hause gekommen bist“ ist völlig okay, ansonsten sollte man das „Viel Spaß“ wirklich ernst meinen.

Vertrauen ist die Basis einer guten Beziehung und je mehr Vertrauen du dem Partner/in schenkst umso verletzlicher machst du dich zwar auf der einen Seite, auf der anderen Seite gibst du so der Beziehung den nötigen Halt. Das gilt auch bei Fernbeziehungen. Lebt nicht in „Was könnte sein“, sondern orientiert euch nur daran, was ist.

Fazit

Ob es etwas Besseres als eine Fernbeziehung gibt? Absolut! Ob eine Fernbeziehung unmöglich ist? Nein, das ist sie nicht! Ob eine Fernbeziehung viel Arbeit bedeutet? Absolut! Ob ihr eine Fernbeziehung meistern könnt? Auf jeden Fall!

Fernbeziehungen stellen Beziehungen auf die Probe, allerdings solltet ihr diese als Herausforderung sehen! Wenn es wirklich der richtige Partner/in ist, dann werdet ihr euch eine Fernbeziehung zusammen schaffen. Bei dieser Beziehung stellt sich heraus, ob ihr wirklich füreinander geschaffen seid und ob ihr bereit seit für den Partner/in Kompromisse einzugehen, weil ihr diese/n wirklich liebt. Arbeitet an einer Fernbeziehung und sorgt dafür, dass die Distanz einiges Tages aufgehoben wird. Ihr schafft das!

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